Freizeitstress reduzieren: Gehen lassen, was nicht gut tut

15.06.2024

Du hast eine stressige Arbeitswoche hinter Dir und ein ruhiges Wochenende wäre jetzt genau das Richtige. Aber die Zeit ist schon längst verplant – neben Erledigungen, Sport und Elternbesuch steht noch Kino mit Freunden und ein Treffen mit einer alten Bekannten an. Freizeitstress pur! Wie Du die kostbare Zeit wieder für Dich zurückgewinnst, ist mein heutiges Thema.

Im Sog der privaten Verpflichtungen

Endlich Wochenende – aber statt Erholung erwartet Dich schon wieder ein voller Terminkalender. Für viele stehen Haushalt und Großeinkauf auf dem Programm, Reinigung, Baumarkt … Zeit für die Familie und für Sport muss natürlich sein. Wenn dann noch lange geplante Aktivitäten mit Freunden dazukommen oder sich eine Bekannte von früher angekündigt hat, fehlt die Zeit, um zur Ruhe zu finden und Kraft für die neue Woche zu tanken.

Vollgepackte Wochenenden werden schnell zur Gewohnheit. Was man unter der Woche nicht schafft, erledigt man eben schnell noch am Samstag oder Sonntag. Freunde möchte man nicht vor den Kopf stoßen, man freut sich ja auch auf die gemeinsame Zeit. Die Treffen mit Verwandten werden weit im Voraus geplant – wie soll man da absagen? Und wenn die alte Freundin auf der Durchreise ist, wer würde das Update verpassen wollen?

Freizeit freihalten für mehr Freiheit

Wochenenden, die auf Monate hin durchgeplant sind und das Gefühl, am Sonntagabend noch ausgelaugter zu sein als am Freitag: An diesem Punkt kommt es einem vor, als ob das Leben ein einziger Marathon ist. Als ob man die Kontrolle darüber verloren hat. Das kommt Dir bekannt vor und Du möchtest etwas daran ändern? Pragmatisch betrachtet klingt die Lösung einfach: Wer den Stress in seiner Freizeit reduzieren will, sollte sich diese Tage bewusst frei halten. Zum Beispiel jedes zweite Wochenende für sich selbst und die engste Familie blocken. Dabei sollte es dann bleiben, ganz konsequent – sofern natürlich kein echter Notfall dazwischenkommt.

Den Dingen auf den Grund gehen

Was aber, wenn dieser gute Vorsatz immer wieder misslingt? Wie kommt es so weit, dass wir praktisch jede freie Minute verplanen? Oft möchten wir es allen recht machen und niemanden enttäuschen. Wir wollen nichts verpassen. Wir fürchten, nach ein paar Absagen nicht mehr angerufen zu werden. Konventionen und Pflichtgefühl, alte Gewohnheiten oder Nostalgie lassen uns an Menschen und Dingen festhalten, die gar nicht mehr zu unserem jetzigen Leben passen.

Manchmal schwingt auch Angst mit – ein Unbehagen vor dem Alleinsein mit sich selbst. Was wäre denn, wenn man an einem Tag plötzlich gar nichts vor hätte, wenn da nichts und niemand wäre? Wäre da Langeweile? Oder eine Leere?

Innehalten und Prioritäten setzen

Die entscheidende Frage lautet: Was will ich in meiner freien Zeit wirklich tun? Wer und was ist mir wichtig? Achte ich eigentlich genug auf mich selbst und meine Bedürfnisse? Gönne ich mir Zeit für Ruhe und für die Dinge, die mir Kraft geben? Momente des Alleinseins sind wichtig, um in sich hineinzuhören, das Rauschen des Alltags auszublenden und die eigenen Prioritäten zu erkennen.

Schließlich geht es um die eigene Lebenszeit, das eigene Leben. Und keine Angst vor Langeweile – die macht kreativ. Warum auch nicht mal in den Tag hineinleben, die Seele baumeln lassen und auf ganz neue Gedanken kommen?

Freundschaften auf dem Prüfstand

Prioritäten zu setzen bedeutet manchmal auch, seine sozialen Beziehungen auf den Prüfstand zu stellen. In Zeiten von Facebook & Co. haben wir alle Dutzende, ja Hunderte von „Freunden“ – oder mehr oder weniger flüchtigen Bekannten. Wie viele unserer Kontakte sind echte Freunde? Wem kann ich vertrauen, auf wen kann ich mich zu 100 Prozent verlassen, bei wem finde ich echtes Verständnis und einen erfüllenden Austausch? Wer nimmt mich an, wie ich bin, mit meinen Fehlern und Macken, mit meinen Höhen und Tiefen, mit wem kann ich ausgelassen lachen und laut denken?

Oberflächliche Freundschaften und Bekanntschaften, Menschen, mit denen ich früher einmal viel gemeinsam hatte: Passen sie wirklich zu meinem Leben, so wie es jetzt ist? Haben wir uns tatsächlich noch etwas zu sagen? Tun mir diese Menschen gut, bereichern sie mich innerlich? Oder rauben sie mir nur Zeit und Energie? Geben sie mir vielleicht sogar ein schlechtes Gefühl?

Loslassen, was nicht gut tut

Es ist ganz normal, dass sich Freundschaften verändern, da wir selbst uns auch verändern. Mit wichtigen Erfahrungen oder einer neuen Lebenssituation können neue Interessen entstehen. Andere Themen rücken in den Vordergrund, man entwickelt sich auseinander. Manchmal stimmt die Balance zwischen Geben und Nehmen nicht mehr. Oder statt Respekt und Ermutigung erfährt man in einer Bekanntschaft plötzlich Gleichgültigkeit, Neid oder Abwertung. Dann kann es besser sein, loszulassen und weiterzugehen. Ohne ein schlechtes Gewissen, dafür mit einem Gefühl der Befreiung und offen für Neues.

Die Dinge versanden lassen oder die offene Aussprache suchen?

Wenn man sich in einer Freundschaft nicht mehr gut aufgehoben fühlt, ist es sicher am einfachsten, den Kontakt im Sande verlaufen zu lassen. Doch es gibt auch Argumente für eine offene Aussprache: Man kann dem anderen die Augen öffnen für das, was sich verändert hat oder auch falsch gelaufen ist. Manchmal gibt das der Freundschaft eine neue Chance. Ansonsten bringt der Einschnitt sicherlich Klarheit und Erleichterung – und damit auch mehr Raum für einen selbst und für die Menschen, die wirklich zählen.

Im Coaching Deinen Bedürfnissen und Prioritäten auf der Spur

Du möchtest wissen, wie Du Stress reduzieren, zur Ruhe finden und neue Kraft für den privaten und beruflichen Alltag schöpfen kannst? Als qualifizierte Trainerin für Stressmanagement biete ich Entspannungskurse in Frankfurt und Achtsamkeitskurse in Langen und Darmstadt. Hier trainieren wir Techniken, um auch in herausfordernden Zeiten die innere Balance zu halten. Oder suchst Du nach Wegen, um eine verfahrene Situation in einer Freundschaft oder Beziehung zu lösen?

Gerne unterstütze ich Dich im individuellen Coaching in Darmstadt, Frankfurt und im gesamten Rhein-Main-Gebiet. Gemeinsam spüren wir Deinen wahren Bedürfnissen nach und schauen, wo Deine Prioritäten liegen.

Nimm einfach Kontakt mit mir auf!